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Steuerabsetzbarkeit von 55 % für Arbeiten zur Energieeinsparung

Mit Gesetz 296/06 (Haushaltsgesetz 2007) wurden zahlreiche Förderungen im Bereich Energiesparmaßnahmen eingeführt. Im Wesentlichen geht es dabei um bauliche Veränderungen an bestehenden Gebäuden, die auf eine Verbesserung der Energiebilanz eines Gebäudes abzielen (z. B. bauliche Maßnahmen zur Wärmedämmung, Außendämmung inkl. Erneuerung der Fenster und Fensterrahmen mit besseren Dämmwerten). Gefördert werden auch die Montage von Solaranlagen und der Austausch von Heizkesseln.

Die Förderung wird in Form einer Steuergutschrift gewährt , und zwar können von den getragenen Kosten 55 % bis zu einem Maximalbetrag zwischen 30.000 EUR und 100.000 EUR (je nach Maßnahme) steuerlich abgezogen werden. Der Steuerabsetzbetrag wird in 3 Raten aufgeteilt und kann in den 3 folgenden Steuererklärungen geltend gemacht.

Um in den Genuss dieser Förderungen zu kommen, sind eine Reihe von Auflagen zu erfüllen. Zusammenfassend wird hier das Durchführungsdekret wiedergegeben:

  1. Subjektiver Anwendungsbereich
    Die Steuerbegünstigung kann sowohl von pyhsischen Personen als auch von Unternehmen in Anspruch genommen werden. Die Arbeiten müssen an bestehenden Gebäuden durchgeführt werden, unabhängig davon von deren Katastereinstufung. Bei Leasingverträgen kann der Steuerabzug vom Nutzer der Immobilie geltend gemacht werden. Die Absetzbarkeit gilt für alle bis zum 31.12.2007 getragenen Kosten (es dürfte das Zahlungsdatum ausschlaggebend sein).
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  2. Objektiver Anwendungsbereich
    Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung des Energiehaushaltes, wenn die in der Tabelle "C" im Anhang des Gesetzes angegebenen Werte um 20 % unterschritten werden sowie Eingriffe bei der Hülle eines Gebäudes (Außenmauern und Fenster), wenn die U-Werte die Vorgaben lt. Anhang D erfüllt werden. Gefördert werden weiters die Montage von Solaranlagen für die Gewinnung von Warmwasser für Privathaushalte, aber auch für Warmwasser von Schwimmbädern, Sportanlagen, Altersheimen, Schulen und Universitäten. Schließlich betrifft die Förderung auch den gesamten oder teilweisen Ersatz von Heizanlagen , die mit Brennwertkesseln ausgestattet sind. Absetzbar sind auch die Kosten für freiberufliche Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit den Sanierungsmaßnahmen stehen.
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  3. Pflichten vor Baubeginn
    Vor Beginn der Arbeiten sind keine Formalitäten zu erledigen.
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  4. Zusätzliche Auflagen
    a) Es bedarf einer Eigenerklärung eines Technikers, der bestätigt, dass die durchgeführten Arbeiten den im Gesetz vorgesehenen Arbeiten entsprechen.

    b) Innerhalb von 60 Tagen, spätestens jedoch innerhalb bis 29. Februar 2008 müssen dem ENEA folgende Unterlagen übermittelt werden:

    1) Kopie des Energieausweises, der nach den von den einzelnen Provinzen und Regionen
        vorgesehenen Modalitäten zu erstellen ist;
    2) Informationsblatt mit den technischen Daten gemäß Anlage E des Durchführungsdekretes
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  5. Kumulierbarkeit der Begünstigung
    Die steuerlichen Abzüge sind mit anderen nationalen Steuerbegünstigungen (z.B. 36 % für die Wiedergewinnung von Wohngebäuden) nicht kumulierbar. Hingegen ist die Förderung mit anderen regionalen, provinzialen und komunalen Förderungen zur Energieeinsparung kumulierbar.

Neue Klärungen der Agentur für Einnahmen zum Steuerabzug von 55 % bei Energiesparmaßnahmen

Mit Rundschreiben Nr. 36/E vom 31.05.2007 hat die Agentur für Einnahmen nochmals ausführlich zum Steuerabzug von 55 % Stellung genommen, der bei Energiesparmaßnahmen in Anspruch genommen werden kann. Nachstehend werden die wichtigsten Erläuterungen dieses Rundschreibens wiedergegeben:

•          Der Steuerabzug steht, wie auch beim Gesetz 449/97 (36 % Steuerabzug bei der Wiedergewinnung von Wohnungen), den sog.  "familiari conviventi" zu (Ehepartner, Verwandte bis zum 3. Grad und Verschwägerte bis zum 2. Grad). Dies gilt aber nur für private Wohneinheiten, nicht aber für gewerbliche Bauten (z. B. bei Einzelfirmen). Voraussetzung ist natürlich, dass die Mitbewohner auch die Kosten tragen (Rechnung und Banküberweisung auf deren Namen).

 •          Der Steuerabzug darf nur bei Arbeiten auf bestehenden Gebäuden durchgeführt werden. Somit ist z. B. der Einbau von Solaranlagen bei Neubauten nicht abzugsfähig! Das Rundschreiben führt an, dass als Beweis für das Bestehen eines Gebäudes das Datum der Katastereintragung gilt. Ausgeschlossen von der Begünstigung sind außerdem Arbeiten zur Erweiterung eines Gebäudes.

•          Absatz 344 des Haushaltsgesetzes 296/06 beschreibt allgemein, dass für Maßnahmen, die den Energiebedarf für die Beheizung eines Gebäudes um mindestens 20 % senken, ein Absetzbetrag von 100.000 EUR vorgesehen ist. Dies betrifft Arbeiten, die nicht in den folgenden Absätzen des Haushaltsgesetzes erwähnt sind, wie z.B. Austausch der Heizanlage mit Wärmepumpen, Heizung mit Biomasse, geothermische Anlagen usw. Die Arbeiten können auch aus mehreren Maßnahmen bestehen, die auf die Senkung des Energiehaushaltes abzielen (z.B. zusätzlicher Austausch der Außentüren und Fenster oder andere Arbeiten).

•          Austausch von Fenstern: Es sind auch die Nebenarbeiten bzw. Zusatzprodukte absetzbar (z.B. Einbau von Rollos oder Jalusien). Der Austausch von gleichwertigen Fenstern ist nicht absetzbar, wenn dadurch nicht eine Energieeinsparung erreicht wird. Deshalb muss der Techniker in seiner Meldung die Isoliereigenschaften vor und nach den durchgeführten Arbeiten erfassen.

•          Austausch von Heizkesseln: Laut Abs. 347 des Haushaltsgesetzes gilt der Steuerabzug von max. 30.000 EUR nur dann, wenn alte Heizanlagen mit neuen Brennwertkesseln ausgetauscht werden. Folglich gilt der Abzug nicht bei Neueinbau einer solchen Anlage (wenn z.B. vorher keine Heizung im Haus installiert war) und auch dann nicht, wenn andere Systeme als Brennwertkessel installiert werden. Wohl kann aber der Abzug getätigt werden, wenn Anlagen eingebaut werden, die den Energiehaushalt für die winterliche Beheizung um mindestens 20 % reduzieren (siehe Absatz 344 des Haushaltsgesetzes Nr. 296/06).

•          Im Rundschreiben wird ausdrücklich festgehalten, dass vor Beginn der Arbeiten keine Meldungen an das "Centro operativo di Pescara", und auch nicht an die Sanitätseinheit bzw. das Amt für Arbeitssicherheit zu machen sind, wie es beim Gesetz 449/97 vorgesehen ist.

 

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt werden, um in den Genuss der Begünstigung zu gelangen:

  • Getrennte Ausweisung von Arbeitsmaterial und Arbeitsleistung in der Rechnung;
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  • Bestätigung eines in das Berufsverzeichnis eingetragenen Technikers (z. B. Geometer, Architekt, “perito industriale“), die bescheinigt, dass die durchgeführten Arbeiten den Bestimmungen des Gesetzes entsprechen;
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  • Telematische Übermittlung eines technischen Datenblattes und der Bescheinigung über die Energiezertifizierung des Gebäudes an die ENEA innerhalb von 60 Tagen ab Fertigstellung der Arbeiten;
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  • Zahlung der Rechnungen mittels Banküberweisung mit Angabe des Gesetzes Nr. 296/06, der Steuernummer des Auftraggebers und des Begünstigten (für die Firmen ist die Zahlungsmodalität nicht vorgeschrieben). Privatpersonen müssen die Zahlung innerhalb 2007 durchführen;
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  • Aufbewahrung der Empfangsbestätigung der ENEA und der restlichen Dokumentation, um sie auf eventuelles Verlangen der Finanzbehörde vorweisen zu können;

Das Steuerguthaben kann in den 3 Folgejahren in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Der Betrag von 55 % der getragenen Kosten kann nur bis zur Höhe der jährlich geschuldeten Steuer abgesetzt werden. Folglich wäre es empfehlenswert, bereits im Vorfeld festzustellen, ob und inwiefern der Steuervorteil ausgenutzt werden kann.

Besondere Vorteile ergeben sich für Unternehmen: Zusätzlich zum Steuerabzug von 55 % können die getragenen Kosten auch noch in der G&V-Rechnung als Spesen verbucht werden, womit sich die Steuerbasis für Einkommenssteuer und IRAP reduziert. Eine amtliche Anleitung muss allerdings noch klären, ob die gesamten Kosten oder nur die Differenz (45 %) als Kostenaufwand verbucht werden darf.

  
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MwSt.Nr. 00163220213